Samstag, 16. Januar 2010
JM- Jahreshauptversammlung
Am 5.2. ist es wieder soweit! Wir bestreiten unsere alljährliche Jahreshauptversammlung! Treffpunkt um ca. 19:00 Uhr in Fieberbrunn/Rosenegg! Bitte früh genug bei Hechei oder Hias melden wegen Reservierung! Wir freuen uns schon und hoffen auf zahlreiche Teilnehmer.
Sonntag, 10. Januar 2010
Canadian Rockies Ice, part 3
Wieder zurück in Canmore zeigte der Wetterbericht für die nächsten Tage zwar ziemlich kalte Temperaturen, aber davon lassen wir uns ja bekanntlich nicht aufhalten...
Zuerst stand der gigantische Wasserfall Borgeau Left, WI5, 200m auf dem Programm, und wäre der Wind nicht so stark ausgefallen, so wärs richtig gemütlich gewesen. Vielleicht war auch der aus dem vorigen Abend resultierende Schlafmangel und etwas gehobene Alkoholpegel im Blut schuld daran, wer weiß. Aber was solls, für solch geniale Meter in bestem Eis friert man ja gerne (und zerstört sich seine Lippen, aber wer sich bei -20° einen Karabiner in den Mund nimmt, ist selber schuld!!!). Problematisch sind auch immer größer werdende Eisklumpen an den Wimpern, da sehr sehfeldbeeinträchtigend. Eine heiße Dusche und ein ausgiebiges Abendessen lassen den ausgekühlten Körper wieder auf Touren kommen, und Pläne für den nächsten Tag sind gleich ausgeheckt...
Angesichts der kalten Temperaturen verschlug es uns nochmal zur Weeping Wall, Eisklettern in der Sonne kling sehr verlockend. Über den Snivelling Gully, WI3, 150m, eilen wir gleichzeitig kletternd auf das große Band und stapfen weiter Richtung Upper Weeping Pillar, WI6, 150m, ein absoluter Klassiker unter den kanadischen Eisklettereien. In der Sonne wars dann richtig warm, und der ausgesetzte und steile Weeping Pillar rundete den Tag perfekt ab.
Unseren letzten Klettertag verbrachten wir nochmals im Ghost Valley, und wie sich herausstellen sollte, haben wir uns den mit Abstand besten Wasserfall für den Schluss aufgehoben: Hydrophobia, WI5+, 150m, ein einzigartiger Eisfall. Doch diesen zu erreichen ist etwas zeitaufwändig, zuerst die Offroad-Anfahrt (Ghost River Ralley), dann ca. 3h Zustieg durch dichtesten kanadischen Wald. Aber wenn man das Ding erst mal vor Augen hat, kann mans kaum glauben. Eine noch spektakulärere Position kann man sich nicht vorstellen. Und auch die Kletterei ist vom feinsten, "Plastik-Eis" vom Einstieg bis zum Ausstieg. Die Rucksäcke nahmen wir diesmal mit, um den Weg zum Gipfel fortzusetzen - das hat sich gelohnt, der Ausblick übers Ghost Valley bei Sonnenuntergang war einzigartig. Abgeseilt haben wir über den "Sorcerer", den wir am Anfang unseres Trips geklettert sind. Besser als Hydrophobia gehts einfach nicht mehr, total abgeschieden, keine Menschenseele weit und breit und eine unvergleichliche Landschaft.
Mit einem lachenden (weil so viele geile Sachen geklettert) und einem weinenden (weil schon wieder vorbei) Auge feierten wir unseren Abschied bei einigen Bierchen und begaben uns am Freitag nach Calgary, wo wir uns noch den Luxus einer Fahrt auf den Calgary Tower gönnten, bevors dann zurück nach Hause ging...
Alles in allem eine eindrucksvoller und unvergesslicher Eiskletter-Trip!

Calgary CityZuerst stand der gigantische Wasserfall Borgeau Left, WI5, 200m auf dem Programm, und wäre der Wind nicht so stark ausgefallen, so wärs richtig gemütlich gewesen. Vielleicht war auch der aus dem vorigen Abend resultierende Schlafmangel und etwas gehobene Alkoholpegel im Blut schuld daran, wer weiß. Aber was solls, für solch geniale Meter in bestem Eis friert man ja gerne (und zerstört sich seine Lippen, aber wer sich bei -20° einen Karabiner in den Mund nimmt, ist selber schuld!!!). Problematisch sind auch immer größer werdende Eisklumpen an den Wimpern, da sehr sehfeldbeeinträchtigend. Eine heiße Dusche und ein ausgiebiges Abendessen lassen den ausgekühlten Körper wieder auf Touren kommen, und Pläne für den nächsten Tag sind gleich ausgeheckt...
Angesichts der kalten Temperaturen verschlug es uns nochmal zur Weeping Wall, Eisklettern in der Sonne kling sehr verlockend. Über den Snivelling Gully, WI3, 150m, eilen wir gleichzeitig kletternd auf das große Band und stapfen weiter Richtung Upper Weeping Pillar, WI6, 150m, ein absoluter Klassiker unter den kanadischen Eisklettereien. In der Sonne wars dann richtig warm, und der ausgesetzte und steile Weeping Pillar rundete den Tag perfekt ab.
Unseren letzten Klettertag verbrachten wir nochmals im Ghost Valley, und wie sich herausstellen sollte, haben wir uns den mit Abstand besten Wasserfall für den Schluss aufgehoben: Hydrophobia, WI5+, 150m, ein einzigartiger Eisfall. Doch diesen zu erreichen ist etwas zeitaufwändig, zuerst die Offroad-Anfahrt (Ghost River Ralley), dann ca. 3h Zustieg durch dichtesten kanadischen Wald. Aber wenn man das Ding erst mal vor Augen hat, kann mans kaum glauben. Eine noch spektakulärere Position kann man sich nicht vorstellen. Und auch die Kletterei ist vom feinsten, "Plastik-Eis" vom Einstieg bis zum Ausstieg. Die Rucksäcke nahmen wir diesmal mit, um den Weg zum Gipfel fortzusetzen - das hat sich gelohnt, der Ausblick übers Ghost Valley bei Sonnenuntergang war einzigartig. Abgeseilt haben wir über den "Sorcerer", den wir am Anfang unseres Trips geklettert sind. Besser als Hydrophobia gehts einfach nicht mehr, total abgeschieden, keine Menschenseele weit und breit und eine unvergleichliche Landschaft.
Mit einem lachenden (weil so viele geile Sachen geklettert) und einem weinenden (weil schon wieder vorbei) Auge feierten wir unseren Abschied bei einigen Bierchen und begaben uns am Freitag nach Calgary, wo wir uns noch den Luxus einer Fahrt auf den Calgary Tower gönnten, bevors dann zurück nach Hause ging...
Alles in allem eine eindrucksvoller und unvergesslicher Eiskletter-Trip!
Labels:
Eisklettern,
Reisen/Expedition
Dienstag, 5. Januar 2010
Canadian Rockies Ice, part 2
Hey buddies!
Wie versprochen, weitere Infos aus dem Holy Land of ICE...
Nach unserem etwas von Blaeunis gepraegtem Ruhetag starteten wir erneut und hochmotiviert ins Ghost Valley, die einzigartige Eisspur von Hydrophobia war unser Ziel. Temperaturen jenseits der -20 Grad Marke hielten uns (vorerst) nicht von unserem Vorhaben ab, wir nahmen den etwas verwickelten Zustieg in Angriff. (In die Irre) geleitet durch unser GPS (danke Tom!) fanden wir einen Weg durch den dichten Wald, jedoch versperrte uns der Nebel jegliche Einsicht auf das Zielobjekt. Als wir dann so im Wald standen um eine kurze Pause einzulegen und wir vom Teetrinken einen satten Oanegl kassierten, beschlossen wir, die Operation Hydrophobia zu vertagen und traten, wiederum perfekt geleitet durch das GPS, den Rueckweg an. Um die lange Anfahrt ins Ghost Valley doch noch ein wenig auszunuetzen, bogen wir noch um die Ecke um uns The Good, the Bad and the Ugly, WI5 einzuverleiben, gootseidank nur eine Seillaenge lang, denn die an sich schon kalte Lufttemperatur und der starke Wind bescherten uns einen Oanegl, wie wir ihn noch nie (wirklich nie) erlebt haben. Dem Eis schien die Kaelte auch nicht so gut zu passen, das ganze war eher sproede bis felsenfest...
Den naechtsten Tag verbrachten wir im Hostel, wiederum Temperaturen unter -20, ach ja, und Hechei fand eine nette Tagesbeschaeftigung - Entschlackungskur! 20 Klobesuche an einem Tag habens ganz schoen in sich...
Tags darauf packten wir unsere Siebensachen und liessen Canmore fuer eine Weile hinter uns, das benzinschluckende Monster, das sich hierzulande "Truck" nennt, brachte uns Richtung Norden, zum Icefields Parkway. Nach 2,5h Fahrt auf dem tiefwinterlichen Highway 93 erreichten wir die weltbekannte Weeping Wall, da direkt neben der Strasse gelegen gerade richtig fuer die bereits fortgeschrittene Tageszeit. 3 manchmal tolle, manchmal nicht so tolle 60m-Seillaengen bescherte uns der Weeping Pillar, 180m, WI5+, und nach 3 eisklettertypischen Abseilmanoevern erreichten wir das Auto bei Einbruch der Dunkelheit. Anschliessend bezogen wir unser Quartier fuer die naechsten Tage im Rampart Creek Hostel - kein Strom, kein fliessendes Wasser, keine Duschen - einfach genial. Man moechte kaum glauben, dass in dieser Einoede eine Sauna mitten im Wald steht, nach einem Eisklettertag eine willkommene Erfrischung.
Eines unserer Hauptziele starteten wir am naechsten Tag - Polar Circus, 700m, WI5 - die wohl bekannteste Eisroute Kanadas. Ueber unzaehlige Stufen und ansprechende Schnee-Traversen gelangt man langsam, aber sicher zu den oberen, steilen Eisstufen, das Ambiente ist einzigartig und die Kletterei vom Feinsten. Schon nach 7 Stunden (gleichzeitiges Robotern mit Tiblocs sei dank) sind wir wieder beim Auto und lassen den Tag bei Bier, Sauna und Gespraechen ueber wesentliche Dinge des Lebens (Klettern) mit kanadischen Gleichgesinnten ausklingen.
Immer noch eishungrig steht am naechsten Tag der Call of Curtain, 150m, WI6, M7+ am Programm. Und der Name verspricht nicht zu viel, es handelt sich wirklich um einen abgefahrenen Vorhang, dessen Ende man ueber eine Mixed-Traverse unter einem gigantischen Dach erreicht. Von Super-Eis ueber Roehren bishin zu Blumenkohl war alles dabei, auch ein kleiner Sturz aus der Mixed-Querung durch Simon konnte uns nicht abhalten... Geniale Tour
Heute wollten wir, immer noch nicht genug, eine Route auf dem David Thomson Highway dranhaengen, diese haben wir jedoch, etwas orientierungslos durch den Wald irrend, verfehlt. Haetten wir doch Tom's GPS dabeigehabt...
Nun sind wir wieder zurueck in Canmore, das Wetter fuer die naechsten Tage schaut vielversprechend und vor allem nicht zu kalt aus - einem letzten Angriff auf das kanadische Eis scheint also nichts im Wege zu stehen...
Wie versprochen, weitere Infos aus dem Holy Land of ICE...
Nach unserem etwas von Blaeunis gepraegtem Ruhetag starteten wir erneut und hochmotiviert ins Ghost Valley, die einzigartige Eisspur von Hydrophobia war unser Ziel. Temperaturen jenseits der -20 Grad Marke hielten uns (vorerst) nicht von unserem Vorhaben ab, wir nahmen den etwas verwickelten Zustieg in Angriff. (In die Irre) geleitet durch unser GPS (danke Tom!) fanden wir einen Weg durch den dichten Wald, jedoch versperrte uns der Nebel jegliche Einsicht auf das Zielobjekt. Als wir dann so im Wald standen um eine kurze Pause einzulegen und wir vom Teetrinken einen satten Oanegl kassierten, beschlossen wir, die Operation Hydrophobia zu vertagen und traten, wiederum perfekt geleitet durch das GPS, den Rueckweg an. Um die lange Anfahrt ins Ghost Valley doch noch ein wenig auszunuetzen, bogen wir noch um die Ecke um uns The Good, the Bad and the Ugly, WI5 einzuverleiben, gootseidank nur eine Seillaenge lang, denn die an sich schon kalte Lufttemperatur und der starke Wind bescherten uns einen Oanegl, wie wir ihn noch nie (wirklich nie) erlebt haben. Dem Eis schien die Kaelte auch nicht so gut zu passen, das ganze war eher sproede bis felsenfest...
Den naechtsten Tag verbrachten wir im Hostel, wiederum Temperaturen unter -20, ach ja, und Hechei fand eine nette Tagesbeschaeftigung - Entschlackungskur! 20 Klobesuche an einem Tag habens ganz schoen in sich...
Tags darauf packten wir unsere Siebensachen und liessen Canmore fuer eine Weile hinter uns, das benzinschluckende Monster, das sich hierzulande "Truck" nennt, brachte uns Richtung Norden, zum Icefields Parkway. Nach 2,5h Fahrt auf dem tiefwinterlichen Highway 93 erreichten wir die weltbekannte Weeping Wall, da direkt neben der Strasse gelegen gerade richtig fuer die bereits fortgeschrittene Tageszeit. 3 manchmal tolle, manchmal nicht so tolle 60m-Seillaengen bescherte uns der Weeping Pillar, 180m, WI5+, und nach 3 eisklettertypischen Abseilmanoevern erreichten wir das Auto bei Einbruch der Dunkelheit. Anschliessend bezogen wir unser Quartier fuer die naechsten Tage im Rampart Creek Hostel - kein Strom, kein fliessendes Wasser, keine Duschen - einfach genial. Man moechte kaum glauben, dass in dieser Einoede eine Sauna mitten im Wald steht, nach einem Eisklettertag eine willkommene Erfrischung.
Eines unserer Hauptziele starteten wir am naechsten Tag - Polar Circus, 700m, WI5 - die wohl bekannteste Eisroute Kanadas. Ueber unzaehlige Stufen und ansprechende Schnee-Traversen gelangt man langsam, aber sicher zu den oberen, steilen Eisstufen, das Ambiente ist einzigartig und die Kletterei vom Feinsten. Schon nach 7 Stunden (gleichzeitiges Robotern mit Tiblocs sei dank) sind wir wieder beim Auto und lassen den Tag bei Bier, Sauna und Gespraechen ueber wesentliche Dinge des Lebens (Klettern) mit kanadischen Gleichgesinnten ausklingen.
Immer noch eishungrig steht am naechsten Tag der Call of Curtain, 150m, WI6, M7+ am Programm. Und der Name verspricht nicht zu viel, es handelt sich wirklich um einen abgefahrenen Vorhang, dessen Ende man ueber eine Mixed-Traverse unter einem gigantischen Dach erreicht. Von Super-Eis ueber Roehren bishin zu Blumenkohl war alles dabei, auch ein kleiner Sturz aus der Mixed-Querung durch Simon konnte uns nicht abhalten... Geniale Tour
Heute wollten wir, immer noch nicht genug, eine Route auf dem David Thomson Highway dranhaengen, diese haben wir jedoch, etwas orientierungslos durch den Wald irrend, verfehlt. Haetten wir doch Tom's GPS dabeigehabt...
Nun sind wir wieder zurueck in Canmore, das Wetter fuer die naechsten Tage schaut vielversprechend und vor allem nicht zu kalt aus - einem letzten Angriff auf das kanadische Eis scheint also nichts im Wege zu stehen...
Labels:
Eisklettern,
Reisen/Expedition
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Canadian Rockies Ice, Part 1
Nach dem alljaehrlichen, wunderschoenem und besinnlichen Weihnachtsfest begaben wir uns nach Kanada, um dort den Rest der heiligen Tage etwas besser auszunuetzen, und zwar beim Eisklettern...
Nach einem ueberaus bequemen Flug (erste Reihe, extreme Beinfreiheit, fuer uns wie Business Class) standen wir in Calgary, frostige Temperaturen und richtiger Winter begruessten uns. Unser gemietetes Fahrzeug stand leider nicht zur Verfuegung, dafuer gabs um den gleichen Preis einen richtigen Truck, der sich, wie sich in den naechsten Tagen noch herausstellen sollte, auf jeden Fall bezahlt machen sollte. Mit dem voll beladenem Truck starteten wir Richtung Canmore, unserem Ausgangspunkt fuer die naechsten Tage. In Canmore fanden wir in einem netten Hostel Unterschlupf, wenn da nicht die etwas suspekten room-mates waeren...
Tags darauf deckten wir uns mit dem Notwendigsten fuer die naechsten Tage ein, etwas schwieriger gestaltete sich die Suche nach dem Eiskletterfuehrer, dieser scheint wohl vergriffen zu sein. So starteten wir ohne Fuehrer Richtung Professor Falls (300m, WI4), und fragten uns erstmal, wofuer wir einen 4x4 truck haben, weil eine super Strasse fast zum Einstieg fuehrt - aber: Schranken mit Code. Leider erschien uns der Schranken zu stabil, ein Durchbrechen der ungewuenschten Barrikade mit unserem Truck erschien uns nicht sehr vorteilhaft. Also 1,5 h hatschen... Der Wasserfall war super zu klettern, und 2 nette Kanadier nahmen uns danach mit raus, und wenn wir uns richtig erinnern, haben wir jetzt neben einem Eiskletterfuehrer (der im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert ist) auch noch den Code fuer den Schranken.
Am Sonntag stand ein Besuch der beruehmten Stanley-Headwall an, wo wir mit Nemesis (200m, WI6) den ersten Eisfall dieses Grades weltweit kletterten. Der Zustieg wollte nicht enden, aber die super Kletterei in dieser imposanten Route und die umliegende unberuehrte Wildnis entschaedigen auch fuer den laengsten Zustieg.
Am dritten Tag in Kanda, immer noch eishungrig und bereit fuer weitere Schandtaten, statteten wir dem abgeschiedenen Ghost Valley einen Besuch ab. Eine abenteuerliche Fahrt durch Fluesse und ueber Schneewechten (ein paar mal hatten wir ziemliches Glueck...) brachte uns zum Endpunkt - fuer uns, nicht aber fuer die abenteuerlustigen Kandadier, die sich ihre neuen Trucks bei diversen waghalsigen Flussueberquerungen zu nichte machen (O-Ton eines Betroffenen: "It's just a 15 minute walk into there, but driving in is more fun!" Fuer uns begann hier der Zustieg, mit 1,5h wieder ziemlich lang, aber der erste Blick auf den Sorcerer (200m, WI5) liess uns die mueden Beine gleich wieder vergessen. Die Abgeschiedenheit im Ghost Valley ist schwer zu beschreiben - das letzte bewohnte Haus ist 30km entfernt, man fuehlt sich, als ob man allein auf der Welt waere.
Zurueck in Canmore beschlossen wir, einen Rasttag zu machen und begaben uns gleich mal in die naechste Bar ....
Weitere Infos aus dem Land des Plastik-Eis gibts in Kuerze.
Nach einem ueberaus bequemen Flug (erste Reihe, extreme Beinfreiheit, fuer uns wie Business Class) standen wir in Calgary, frostige Temperaturen und richtiger Winter begruessten uns. Unser gemietetes Fahrzeug stand leider nicht zur Verfuegung, dafuer gabs um den gleichen Preis einen richtigen Truck, der sich, wie sich in den naechsten Tagen noch herausstellen sollte, auf jeden Fall bezahlt machen sollte. Mit dem voll beladenem Truck starteten wir Richtung Canmore, unserem Ausgangspunkt fuer die naechsten Tage. In Canmore fanden wir in einem netten Hostel Unterschlupf, wenn da nicht die etwas suspekten room-mates waeren...
Tags darauf deckten wir uns mit dem Notwendigsten fuer die naechsten Tage ein, etwas schwieriger gestaltete sich die Suche nach dem Eiskletterfuehrer, dieser scheint wohl vergriffen zu sein. So starteten wir ohne Fuehrer Richtung Professor Falls (300m, WI4), und fragten uns erstmal, wofuer wir einen 4x4 truck haben, weil eine super Strasse fast zum Einstieg fuehrt - aber: Schranken mit Code. Leider erschien uns der Schranken zu stabil, ein Durchbrechen der ungewuenschten Barrikade mit unserem Truck erschien uns nicht sehr vorteilhaft. Also 1,5 h hatschen... Der Wasserfall war super zu klettern, und 2 nette Kanadier nahmen uns danach mit raus, und wenn wir uns richtig erinnern, haben wir jetzt neben einem Eiskletterfuehrer (der im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert ist) auch noch den Code fuer den Schranken.
Am Sonntag stand ein Besuch der beruehmten Stanley-Headwall an, wo wir mit Nemesis (200m, WI6) den ersten Eisfall dieses Grades weltweit kletterten. Der Zustieg wollte nicht enden, aber die super Kletterei in dieser imposanten Route und die umliegende unberuehrte Wildnis entschaedigen auch fuer den laengsten Zustieg.
Am dritten Tag in Kanda, immer noch eishungrig und bereit fuer weitere Schandtaten, statteten wir dem abgeschiedenen Ghost Valley einen Besuch ab. Eine abenteuerliche Fahrt durch Fluesse und ueber Schneewechten (ein paar mal hatten wir ziemliches Glueck...) brachte uns zum Endpunkt - fuer uns, nicht aber fuer die abenteuerlustigen Kandadier, die sich ihre neuen Trucks bei diversen waghalsigen Flussueberquerungen zu nichte machen (O-Ton eines Betroffenen: "It's just a 15 minute walk into there, but driving in is more fun!" Fuer uns begann hier der Zustieg, mit 1,5h wieder ziemlich lang, aber der erste Blick auf den Sorcerer (200m, WI5) liess uns die mueden Beine gleich wieder vergessen. Die Abgeschiedenheit im Ghost Valley ist schwer zu beschreiben - das letzte bewohnte Haus ist 30km entfernt, man fuehlt sich, als ob man allein auf der Welt waere.
Zurueck in Canmore beschlossen wir, einen Rasttag zu machen und begaben uns gleich mal in die naechste Bar ....
Weitere Infos aus dem Land des Plastik-Eis gibts in Kuerze.
Labels:
Eisklettern,
Reisen/Expedition
Freitag, 16. Oktober 2009
Montag, 28. September 2009
HIGHLINE - Balanceakt auf der Steinplatte
Dass die Steinplatte ein Kletterparadies erster Klasse ist, dürfte sich mittlerweile schon herumgesprochen haben, "Forscher" und Sonntagsausflügler werden durch den Dinopark angezogen, beinharte Adrenalin-Junkies holen sich auf der Aussichtsplattform ihren Kick, aber dass dieser Felsriegel noch viel mehr zu bieten hat - dass wissen nur wenige...

In den letzten Jahren ist die Steinplatte zu unserem Highline-Paradies avanciert, dort oben fanden wir den idealen Platz, um unsere Balance- und Gleichgewichtskünste und unsere mentale Stärke auf die Probe zu stellen.
Im Sommer fanden wir einen neuen Spot, wenig später waren die nötigen Fixpunkte eingebohrt. Jetzt musste das Ding nur noch aufgebaut und begangen werden...
In den letzten Jahren ist die Steinplatte zu unserem Highline-Paradies avanciert, dort oben fanden wir den idealen Platz, um unsere Balance- und Gleichgewichtskünste und unsere mentale Stärke auf die Probe zu stellen.
Im Sommer fanden wir einen neuen Spot, wenig später waren die nötigen Fixpunkte eingebohrt. Jetzt musste das Ding nur noch aufgebaut und begangen werden...
Letztes Wochenende konnten wir (die Hechenberger-Brut) unter dem Motto "Des muaß geh!" bei traumhaften Herbstwetter diese gewaltige, 16 Meter lange Highline begehen und wieder diese unbeschreibliche Gefühl der absoluten Konzentration und Balance erleben - als ob man in der Luft gehen würde und alles andere hinter sich lässt...


P.S.: In den heimatlichen Bergen ist uns ein neuer, spektakulärer Highline-Spot ins Auge gestochen, man darf gespannt sein...
P.S.: In den heimatlichen Bergen ist uns ein neuer, spektakulärer Highline-Spot ins Auge gestochen, man darf gespannt sein...
Dienstag, 22. September 2009
SCHLEIER WASSERFALL - Video
Hechei in "Travelling Hearts", 8a
Simon in "Happy bizeps to you", 8b+
Stoffl in "Aqualung", 7c
Labels:
Sportklettern,
Videos
Dienstag, 15. September 2009
Action am Schleier & Co.
Aufgrund des doch etwas verregneten Sommerbeginns und der damit verbundenen Dauernässe am Schleier und anderswo musste heuer so manches Projekt etwas länger auf den Durchstieg warten, zumindest ist diese Tatsache unserer Ansicht nach eine plausible Erklärung (der Kletterer selber ist ja nieee der Grund) dafür. Nichts desto trotz wurde wieder einigen harten Touren in den heimischen Kletterdorados der Rote Punkt abgerungen.
Ein Video folgt in Kürze...
- Dem ehemaligen, nunmehr mit dem Sonderstatus "Ehrenmitglied" dekoriertem JM-Mitglied Hone gelang am Saubiche "Mad Max", 7b und am Schleier die "El Gringo", 7a. Auch die traumhafte "Number one", 7b+ unterlag seinen Kräften.
- Bombi konnte mit der "El Gringo" seine erste 7a knacken.
- Dem stets für die notwendige Ausrüstung bei vertretbaren Preisen sorgendem Stoffl ging ebenfalls einiges ins Netz: In Schleching "Jesus Christ", 7b+, am Saubiche "Ende vom Anfang", 7b und "Don Promillo", 7b und am Schleier die "Calimero", 7b+ und die schönste 7c "weit umanond", die "Aqualung".
- Hechei (das lange Elend) zwickte die Leisten von "Ende vom Anfang direkt", 7c+ am Saubiche, die gar nicht so leichte "Frauenpower", 7b+ in Achleiten und auch am Schleier wurde so manche Route durchgezogen, unter anderem "Tequila Sunrise", 7c , der "Tanzbär", 7b+/7c und "Long Island Icetea", 7b+. Der Höhepunkt (bis dato...) war jedoch die "Travelling Hearts", 8a.
- Kloa-Hechei konnte trotz längerer Sportkletter-Abstinenz die "Don Promillo", 7b am Saubiche klettern.
- Unser Mann(ei) der oberen Grade, Simon, war heuer hauptsächlich in den Grazer Gebieten und in Osp tätig, wo ihm Routen bis 8b gelangen. Aus sportklettertechnischer Sicht war sein Sommer verletzungsbedingt nicht sehr erfolgreich, aber er ist wieder zurück, und die "Happy Bizeps to you", 8b+ am Schleier wird wohl nicht mehr lange warten müssen...
- Alex holte sich am Saubiche "Ende vom Anfang", 7b und am Schleier den Klassiker "Ziag o", 7c.
- Unser Häuslbauer und Jungmannschaftscapo Hias fand neben Bau und Co. auch noch Zeit zum Klettern und kämpfte sich unter anderem durch die "Telegraph Road", 8a und die "Memphisto", 7c+ am Saubiche, "Schwing dei Ding", 7b+ am Schleier und Natural Power", 7c+ bzw. "Like Ice in the Sunshine", 7b+/7c in Achleiten.
- Die "Schweinberger-Brut" (Raphi und Manuel) war vor allem am Saubiche aktiv, wo unter anderem Touren wie "Raindogs" 7c, "Ende vom Anfang direkt" 7c+ und "Memphisto direkt" 8a dran glauben mussten. In letzter Zeit trifft man die Schweinis auch öfter am Schleier, da wird sich sicher noch was tun ...
Ein Video folgt in Kürze...
Mittwoch, 9. September 2009
A boarischer Traum...
Das geniale Herbstwetter und die noch immer anhaltenden Ferien des Studenten (Simon) sowie die Vogelfreiheit in Sachen Arbeitseinteilung des Bugglers (Hechei) führte uns gestern in ein für uns neues Gebiet, und zwar ins Wettersteingebirge!
Unser ursprüngliches, etwas anspruchsvolleres Vorhaben haben wir gleich verworfen, vielmehr sollte es ein gemütlicher Herbsttag ohne Stress und mit genussvollen Klettermetern werden. Dies versuchten wir im "Bayrischen Traum" an der Schüsselkarspitze zu finden.
Nach einer frühmorgendlichen Autobahnfahrt, Kakao (Simon), Red Bull (Hechei) und diversem, das JM-Mobil verdreckende Frühstücksgebäck erreichten wir Leutasch, wo der Student noch schnell für den korrekten Sitz seiner Second-Hand-Kleidung sorgte und das eine oder andere Loch tapte.

Durch einen angenehmen Waldweg durchs Puitental steigen wir auf, anfangs sieht man nichts vom Kletterparadies Schüsselkarspitze, doch das Gatterl am Ende des Waldes symbolisiert im wahrsten Sinne des Wortes den Eingang in dieses Paradies. Mit solchen Aussichten und landschaftlichen Eindrücken kann man getrost über den doch etwas langen Zustieg hinwegsehen.
So stehen wir bald unter der Wand, unsere geplante Tour, den "Bayrischen Traum" vor Augen, doch das schaut ja gar nicht so super aus... Nach einer knappen Stunde Lunzen, Jausnen und "bled schaun" raffen wir uns zum Einsteigen auf, und siehe da, der Name hält was er verspricht. Was von unten so lala ausgeschaut hat, entlarvt sich als superschön. Die Absicherung lässt keine Wünsche offen, der Piazriss der 5. SL gibt der Tour noch das gewisse, alpine Etwas. Auf jeden Fall super, dass dieser clean geblieben ist. Oben raus wirds dann steil, die Schlüssellänge (8-) hat's ganz schön in sich, präzises Steigen ist gefragt, doch die Anwesenheit der Bohrhaken beruhigt und so kommt's erst gar nicht zu einer "Nahmaschin". Nach 8 SL ist der Spass vorbei, wiederum verfallen wir der Lunzerei, und hätten wir auch noch Wasser und etwas zu Beissen gehabt da oben, dann würden wir evt. heute noch oben sitzen. Da dem nicht so war, traten wir die luftige Abseilfahrt an und lunzten dafür am Einstieg um so mehr. Den ursprünglichen Plan, eine zweite Tour anzugehen verwarfen wir somit auch.



Alles in allem ein toller Tag in einer super Tour, die Schüsselkarspitze wird uns in nächster Zeit sicher wieder sehen...
Unser ursprüngliches, etwas anspruchsvolleres Vorhaben haben wir gleich verworfen, vielmehr sollte es ein gemütlicher Herbsttag ohne Stress und mit genussvollen Klettermetern werden. Dies versuchten wir im "Bayrischen Traum" an der Schüsselkarspitze zu finden.
Nach einer frühmorgendlichen Autobahnfahrt, Kakao (Simon), Red Bull (Hechei) und diversem, das JM-Mobil verdreckende Frühstücksgebäck erreichten wir Leutasch, wo der Student noch schnell für den korrekten Sitz seiner Second-Hand-Kleidung sorgte und das eine oder andere Loch tapte.
Durch einen angenehmen Waldweg durchs Puitental steigen wir auf, anfangs sieht man nichts vom Kletterparadies Schüsselkarspitze, doch das Gatterl am Ende des Waldes symbolisiert im wahrsten Sinne des Wortes den Eingang in dieses Paradies. Mit solchen Aussichten und landschaftlichen Eindrücken kann man getrost über den doch etwas langen Zustieg hinwegsehen.
So stehen wir bald unter der Wand, unsere geplante Tour, den "Bayrischen Traum" vor Augen, doch das schaut ja gar nicht so super aus... Nach einer knappen Stunde Lunzen, Jausnen und "bled schaun" raffen wir uns zum Einsteigen auf, und siehe da, der Name hält was er verspricht. Was von unten so lala ausgeschaut hat, entlarvt sich als superschön. Die Absicherung lässt keine Wünsche offen, der Piazriss der 5. SL gibt der Tour noch das gewisse, alpine Etwas. Auf jeden Fall super, dass dieser clean geblieben ist. Oben raus wirds dann steil, die Schlüssellänge (8-) hat's ganz schön in sich, präzises Steigen ist gefragt, doch die Anwesenheit der Bohrhaken beruhigt und so kommt's erst gar nicht zu einer "Nahmaschin". Nach 8 SL ist der Spass vorbei, wiederum verfallen wir der Lunzerei, und hätten wir auch noch Wasser und etwas zu Beissen gehabt da oben, dann würden wir evt. heute noch oben sitzen. Da dem nicht so war, traten wir die luftige Abseilfahrt an und lunzten dafür am Einstieg um so mehr. Den ursprünglichen Plan, eine zweite Tour anzugehen verwarfen wir somit auch.
Alles in allem ein toller Tag in einer super Tour, die Schüsselkarspitze wird uns in nächster Zeit sicher wieder sehen...
Mittwoch, 2. September 2009
Candlelightdinner am Fleischbankpfeiler
Als Guido mir letzte Woche einen romantischen Antrag machte, doch mit ihm einmal eine Nacht am Fleischbankpfeiler zu verbringen, konnte ich ihm nicht wiederstehen und lies einmal mehr meine Baustelle (Einzugstermin November - good by) links liegen! Hintergrund dieser Geschichte war ein Fotoshooting von Meisl Michi, die er mittels Schida Hubschrauber knipsen wollte. Gesagt,getan - So starteten wir letzten Montag abend mit einem überdimensionalen Gepäck Richtung F- Nordgrat. Die Ausrüstung glich eher an einem El-Cap Versuch als an ein gemütliches Übernachten im Kaiser! Um meinen Rucksack etwas leichter zu machen zerstörte ich noch schnell ein Bier am Parkplatz das mit Genuss verzehrt wurde! Guidos Kommentar dazu: "Wos bist eig. du fia a Voitrottl"













Der Anstieg gestaltet sich als lang und mühsam, was bei diesem Gepäck (warum war der Rucksack nur so schwer?? Essen Bier.... 3Liter Wasser---Danke Guido) kein Wunder war.
Dazu kam das wir uns schweren Herzens eingestehn mussten, dass wir am Badesee die Zeit übersehen hatten! So konnten wir die letzten Sonnenstrahlen nur noch von der Ferne beobachten.....so ein scheißdregg!
Doch je näher wir den Einstieg des Nordgrats kamen um so näher kamen wir auch der Sonne entgegen! Die Zeit schien still zu stehen, die Sonne auch! Eine unvorstellbare Motivation trieb uns nach oben und siehe da, plötzlich standen wir mitten in der glühroten Abendsonne! Da hat wohl von oben wer auf uns geschaut (danke Huwi)! Was sich dort am Grat abspielte, können keine Worte erklären also lassen wir die Fotos sprechen:
Nachdem wir unser Fotoshooting beendet hatten, konnten wir uns endlich über unseren Proviant stürzen: mehrere Liter Bier 1 Kilo Brot, Wurst,Käse, Schoki, Kaffee den man mittels saugen aus meinen Rucksack entnehmen konnte usw. Mit vollem Magen beobachteten wir noch einige Zeit die umwerfende Abenddämmerung, die sich langsam zur Nacht verwandelte.
Die Suche nach der richtigen Schlafposition gestaltete sich als äußerst schwierig: Sie bewegten sich von Kopf links,rechts- Hand oben und unten, Beine eingezogen, ausgestreckt überkreuz bis zu klimmzugartigen Bewegungen in der Horizontale. Zu guter letzt nervte uns noch eine Maus die uns die letzten ruhigen Minuten nahm und unser Frühstück verzehrte. Doch wer diesen weiten Weg nahm um 2 arme Kletterer auszubeuten, dem sei es vergönnt. Als wir endlich unsere richtige (Löffl) Schlafposition fanden, leutete auch schon der Wecker!
Warscheinlich war es der fehlende Kaffee der Guido nicht aus dem Schlafsack brachte, jedenfalls befanden wir uns noch in "Zustiegsmontur" als der Hubschrauber seinen 1. Überflug über unser Köpfe machte! (Hm jaja so schnell können 8 Minuten vergehen, geh guijoe). Um dem Ruin zu entgehen - der Hubschrauber kostete immerhin 22 Euro die Minute - entschlossen wir uns der Sache ein bisschen Schwung zu geben! Das dabei Schuhe,Seil und Socken 350m der Erdanziehung folgen mussten war Guidos Idee!
Nun stand dem Shooting nichts mehr im Weg! Nach einer viertel Stunde poosing wars auch schon wieder vorbei. Als Draufgabe zu diesem megageilen Event fanden wir unsere Sachen noch restlos, versträut in der Steinernen Rinne! Laut Michi sollen die Fotos "zum Abspritzen" sein. Man darf gespannt sein. Zu guter letzt ganz nach alter Tradition ließen wir diese 2 Tage mit einem kühlen Bier auf der Griesneralm ausklingen!
Abonnieren
Posts (Atom)